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Hier findest Du alle aktuellen Beiträge aus unserer Fraktion:

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von Erik Schliemann

Bericht von der BVV

vom 30. November 2022

Die erste Bezirksverordnetenversammlung (BVV) nach dem Urteil zur Wahlwiederholung für das Berliner Abgeordnetenhaus und allen BVVen der Bezirke versprach spannend zu werden. Schon die Tagesordnung ließ vermuten, dass der Wahlkampf seine Schatten voraus wirft und die Verordneten sich auf eine lange Debatte bis in die späten Abendstunden einstellen durften.

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von Elke Dangeleit

Angriffe auf das Umland unserer Partnerstadt Dêrik sind ein verbrecherischer Akt!

In der Nacht von Samstag den 19.11 auf Sonntag den 20.11. bombardierten türkische Kampfflugzeuge mehrmals ein Dorf, das wenige Kilometer von Dêrik (Nordostsyrien) entfernt ist. Beim ersten Angriff wurde gezielt ein Elektro-Umspannwerk zerstört. Dabei kamen zwei Arbeiter um. Dorfbewohner*innen eilten mit einem Pick-Up zu der Stelle, um möglichen Opfern zu helfen. In einer zweiter Angriffswelle wurde das Fahrzeug zerstört. Insgesamt kamen 11 Menschen ums leben und mehrere wurden verletzt.

Wir als LINKE in Friedrichshain-Kreuzberg stehen solidarisch an der Seite unserer Friedrichshain-Kreuzberger Partnerstadt. Wer die Städtepartnerschaft aktiv oder mit Spenden unterstützen möchte, findet viele Informationen auf deren Homepage www.staepa-derik.org.

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von Maria Bischof

Auch Pinkeln ist politisch

DIE LINKE setzt sich für kostenlose Toiletten ein

Maria Bischof

Bei Veranstaltungen im öffentlichen Raum wie zum Beispiel im Park ist es stets dasselbe Bild: Eine Schlange aus dutzenden Frauen steht quer über den Platz an der einzigen öffentichen Toilette weit und breit an. Wer kann, geht auf die Rückseite des kleinen, grauen Häuschens, dort gibt es ein Pissoir. Denkt man aber einmal genauer darüber nach, kann das nur eine Minderheit der Bürgerinnen und Bürger. Seniorinnen und auch viele männliche Senioren, Menschen mit Behinderung, alle weiblich gelesenen Personen, Frauen, Mädchen, einige queere Menschen: Sie alle sind auf die Kabine angewiesen. Und sie alle müssen hier jeweils 50 Cent bezahlen, um in den Genuss zu kommen, sich erleichtern zu dürfen. Ist das nicht unfair? Ja!

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von René Jokisch

Plan- und mittellos

René Jokisch

In der letzten Bezirksverordnetenversammlung wurde von Grünen und SPD gegen die Stimmen der Linksfraktion ein Bebauungsplan beschlossen, der die Entwicklungsziele für das Regenrückhaltebecken am Columbiadamm/Züllichauer Straße festlegt. Einigkeit bestand darin, dass die Kleingartenanlage gesichert werden soll.

Wir haben als LINKE allerdings gegen den Beschluss gestimmt, da er eine Bebauung durch ein landeseigenes Wohnungsunternehmen, das sozialen Wohnraum schaffen soll, ausschließt. Stattdessen wird eine Sportnutzung für die freie Fläche als Planungsziel definiert, die aber keine Umsetzungsperspektive hat. Mit diesem Beschluss verfolgen Grüne und SPD verschiedene Ziele: Die SPD betont die objektive Notwendigkeit einer weiteren Sportfläche, die hier geplant werden soll. Allerdings ist offensichtlich, dass es in den nächsten Jahrzehnten dafür keine Finanzierung vom Land geben wird: Mit der letzten Investitionsplanung wurden ja entscheidende Projekte zusammengekürzt und selbst für die Pflichtaufgabe der Schulversorgung werden nicht genug Investitionsmittel zur Verfügung gestellt.

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von Jörn Rieken

Schulreinigung - keine "Gute Arbeit"

Jörn Rieken

Auf Vorgabe des damaligen Finanzsenators Thilo Sarazin wurde die bis dahin vorwiegend kommunal betriebene Schulreinigung an private Reinigungsfirmen übertragen. Als Grund für die Vorgabe wurde Kostenersparnis aufgeführt. Tatsächlich zeigen Untersuchungen, dass die Ausgaben für eine privatisierte Schulreinigung etwas geringer ausfallen als wenn diese kommunal betrieben werden. Wie in vielen anderen Bereichen allerdings auch geschieht diese Kostenreduktion auf dem Rücken der Beschäftigten. Bei der Schulreinigung gibt es in der Ausschreibung für die Vergabe zwar Vorgaben an Quadratmeterzahlen, die eine Reinigungskraft pro Stunde bearbeiten kann. Aber private Reinigungsfirmen halten oft kein Personal vor, falls Beschäftige aus krankheits- oder anderen Gründen kurzfristig ausfallen.

Immer wieder melden sich Reinigungskräfte bei Gewerkschaften und Anlaufstellen für migrantische Beschäftigte und berichten von dauerhaft viel zu hohen Arbeitsbelastungen. Die bezahlte Arbeitszeit ist oft schon lange überschritten, aber die noch zu bearbeitenden Räume noch lange nicht gereinigt. 

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von Karolin Behlert

Bäume schützen in der wachsenden Stadt

Karolin Behlert

Die Tätigkeit in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) kann frustrierend sein: Es gibt kaum Handlungsspielraum – was in der Macht von Bezirksverordneten steht, ist allenfalls empfehlen, fragen, Prüfaufträge erteilen. Die bezirklichen Verwaltungen arbeiten zudem nach festen gesetzlichen Vorgaben, gemäß selbst gesetzten inhaltlichen Schwerpunkten und abhängig von der Haushaltslage des Landes Berlin. Die BVV hat keinerlei Einfluss auf Verordnungen und Gesetze, die das Handeln des Bezirksamts bestimmen und festlegen. Da fragt man sich schnell: Was ist überhaupt das Einflussgebiet beziehungsweise die Aufgabe der BVV?

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von Kolja Fuchslocher

Sprachkitas gefährdet

Sparpolitik des Bundes erreicht unseren Bezirk

Kolja Fuchslocher

Aktuell werden in unserem Bezirk 58 Kitas mit dem Bundesprogramm Sprach-Kitas gefördert. Zusätzliche Fachkräfte kümmern sich hier um die sprachliche Entwicklung, insbesondere bei Kindern mit defizitären Entwicklungen. Die Bedarfe hatten zuletzt im Zuge der Corona-Pandemie und den damit vielen geschlossenen Einrichtungen massiv zugenommen. Daher wurde das Programm erst im Sommer 2021 aufgestockt auf nunmehr 260 Millionen Euro. Das Programm richtet sich dabei keineswegs nur an Kindern mit Migrationshintergrund. Bundesweit wurden zuletzt 520.000 Kinder in 6.800 Kitas gefördert.

Sämtliche Evaluationen bestätigen den SprachKitas eine hohe Wirkung und so fand das Bundesprogramm auch Niederschlag im Koalitionsvertrag der Ampel. Umso überraschender kam die Verkündung des Aus für das Bundesprogramm durch Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) im Sommer. Rund 260 Millionen Euro möchte das Familienministerium damit jährlich einsparen.

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von Regine Sommer-Wetter

Gesundheit in unserem Bezirk

Regine Sommer-Wetter

Am 27. September 2022 fand im Nachbarschaftshaus Urbanstraße die Gesundheitskonferenz unseres Bezirkes statt. Die letzte Zusammenkunft dieser Art hatte es 2018 gegeben. Neben den Stadträt*innen und Kolleg*innen aus der Verwaltung waren vor allem Vertreter*innen von Einrichtungen, Trägern und Initiativen eingeladen, um sich zu Perspektiven auf ein gesundes Leben in FriedrichshainKreuzberg auszutauschen und zu vernetzen.

Bereits im Jahr 2001 beschloss die Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg, dass unser Bezirk Mitglied im GesundeStädte-Netzwerk werden soll. Inzwischen gehören deutschlandweit 92 Kommunen diesem Netzwerk an, darunter fast alle Berliner Bezirke. Das Netzwerk setzt sich dafür ein, dass Gesundheitsförderung wirklich im Alltag der Menschen ankommt. Es braucht engagierte Kommunalpolitik, um in allen Bereichen der Daseinsvorsorge langfristig Projekte der Gesundheitsförderung zu installieren und zu pflegen. 

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von Elke Dangeleit

Zwei Resolutionen zu völkerrechtswidrigen Angriffskriegen beschlossen

Elke Dangeleit

Im Bezirksparlament bringen einige Fraktionen immer wieder das Argument an, Kommunalpolitik hätte nichts mit Außenpolitik zu tun. Es ist jedoch eine Tatsache, dass viele Menschen mit Migrationsgeschichte unter anderem wegen politischer Verfolgung und Krieg aus ihren Heimatländern geflohen sind und in unserem Bezirk ein neues Zuhause gefunden haben: Türk*innen, Kurd*innen und Iraner*innen, Ukrainer*innen, um nur einige zu nennen. Auch in unserem Bezirk trauern kurdische Familien um ihre Angehörigen in Nordsyrien oder im Nordirak, die türkischen Drohnenangriffen zum Opfer gefallen sind.

DIE LINKE brachte daher im Juni eine Resolution in die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) ein, welche die völkerrechtswidrigen Angriffe der Türkei auf die selbstverwalteten Gebiete in Nordsyrien und auf das ezidische Siedlungsgebiet im Nordirak verurteilt.

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von Ulrike Juda

Schulbauoffensive fortsetzen

Ulrike Juda

Während in Berlin viele Kinder ihren ersten Schultag mit Spannung entgegenfieberten, wurde in den Bezirken und Schulämtern der Entscheidung des Senates über die Aufrechterhaltung der angemeldeten Investitionsmittel für notwendige Baumaßnahmen im Schulbereich entgegengefiebert. Die Schulbauoffensive sollte in Berlin dem Schulplatzmangel entgegengewirken. Doch mit den jüngsten Kürzungen der Investitionsmittel wurde der Schulbauoffensive nun der Wind aus den Segeln genommen. 

Setzen, 6. So muss die Berliner Schulbauoffensive aktuell bewertet werden. In Friedrichshain-Kreuzberg reichen die Investitionsmittel bis 2026 lediglich für rund drei größere Baumaßnahmen im Schulbereich. Die Zukunft der restlichen dringend notwendigen Baumaßnahmen und Investitionen ist ungewiss.

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von Erik Schliemann

Bericht von der BVV

vom 19. Oktober 2022

Die inzwischen schon 13. Sitzung dieser Wahlperiode der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Friedrichshain-Kreuzberg wurde diesmal hauptverantwortlich von unserem Verordneten und stellvertretendem BVV-Vorsteher Moheb Shafaqyar geleitet. 

In der Fragerunde an das Bezirksamt fragte René Jokisch dann nach der zerstörten Karl-Marx-Büste am Strausberger Platz. Hier ist die Aufschrift der Büste durch vorsätzlichen Vandalismus entfernt worden. Die Antwort der grünen Stadträtin Annika Gerold ist ernüchternd: es sei kein Geld für eine Reparatur da und man wisse eigentlich auch überhaupt nicht, wieviel das kosten würde. Wirklich interessiert daran zeigte sich die Stadträtin jedoch nicht.

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Fraktionsklausur in Schorfheide

Klausurtagung 2022 in Schorfheide

Auf unserer diesjährigen Fraktionsklausur haben wir uns ausführlich und konstruktiv mit Themen befasst, die uns im Bezirk in den kommenden Monaten beschäftigen werden. Dabei ging es zum Beispiel um die extrem angespannte soziale Lage vor Herbst und Winter - das betrifft viele Menschen in unserem Bezirk, aber auch die gesamte soziale Infrakstruktur, zahlreichen Einrichtungen und wichtige Anlaufstellen in Friedrichshain-Kreuzberg. Als Bezirk müsssen wir alles tun, um Energiearmut abzuschwächen, Wohnungslosigkeit zu verhindern und soziale Einrichtungen zu erhalten. Niemand darf zurückgelassen werden! Außerdem haben wir uns über einige stadtentwicklungspolitische Großprojekte, wie den voranschreitenden Bau von Hochhäusern verständigt. Wie können wir trotz solch gigantischer Bauprojekte Gentrifizierungsprozessen entgegenwirken und weiterhin bezahlbaren Wohnraum sicherstellen? Mehr Anteile für kommunale Wohnungsbauunternehmen, auch in privatwirtschaftlichen Großpojekten, könnten uns diesen Handlungsspielraum ermöglichen. Und auch Verkehrswendeprojekte wie der Gräfekiez haben uns beschäftigt. Wie kann es uns gelingen, eine klimapolitische Wende einzuleiten, ohne dabei auch jene vulnerablen Gruppen zu vernachlässigen, die auf ein eigenes PKW oder den Durchgangsverkehr in verkehrsberuhigten Kiezen angewiesen sind? Das und vieles mehr haben wir intensiv diskutiert und haben gute und konstruktive Vorschläge entwickelt, die wir in den kommenden Wochen und Monaten in die BVV einbringen werden.

Bericht von der BVV vom 28. September 2022

Franz-Mehring-Platz 1

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) im September fand wieder am Franz-Mehring-Platz statt. Die Verordneten verabschiedeten zu Beginn eine Resolution, die unsere Sprecherin für Migration & Partizipation, Elke Dangeleit initiierte: Eine Solidaritätsbekundung mit den Frauen und der Freiheitsbewegung im Iran. Auch in unserem multikulturellen Bezirk leben Frauen mit ihren Familien aus den verschiedenen Teilen des Irans – viele sind schon vor Jahren vor dem islamistischen Regime geflohen. Einige werden jetzt um ihre im Iran lebenden Familienangehörigen bangen, die sich an den Protesten beteiligen. Bei den gegenwärtigen Protesten geht es nicht nur um staatlich verordnete strenge Kopftuchregeln, sondern es ist auch ein Aufbegehren gegen die systematische Unterdrückung der Frauen im Iran. Allen mutigen Frauen und Unterstützer:innen im Kampf gegen den Kopftuchzwang und für Freiheit gilt unsere Solidarität.

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von Gaby Gottwald

Verzockter Baugrund

Wo bleiben die Sozialwohnungen am Hafenplatz?

Gaby Gottwald, stadtentwicklungspolitische Sprecherin

In direkter Nähe zur Mauer wurden in Kreuzberg in den 70-er und 80-er Jahren zahlreiche Sozialwohnungen errichtet, die nach dem Mauerfall und dem Auslaufen der Sozialbindungen als Filetgrundstücke bei Investoren heiß begehrt waren. So auch in der Umgebung des Anhalter Bahnhofs, die zu den ärmsten in Kreuzberg zählt. Am Hafenplatz, direkt hinter dem Potsdamer Platz, verlottern heute ehemalige Sozialwohnungen, deren Bindungen Ende 2017 ausliefen. In 2016 kaufte die Grundstücksgesellschaft Hafenplatz Berlin mbH, die der Artprojekt Gruppe gehörte, die Grundstücke Hafenplatz 6–7/Köthener Straße 28–32 und versprach, dort ein grünes Quartier mit einer Mischung aus Gewerbe, bezahlbarem Wohnen und Kultur zu errichten. Noch bevor eine Baugenehmigung vorlag, begann Artprojekt mit einem Entmietungsprogramm. Viele Altmieter sind schlicht »entsorgt« worden. 

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von Oliver Nöll

Kreuzbergs Rio Reiser Ehrung

Sozialstadtrat Oliver Nöll

Es ist nun fünf Jahre her, dass DIE LINKE die Idee hatte, einen prominenten Platz in Kreuzberg nach Rio Reiser zu benennen. War ursprünglich der Gedanke, einen Teil des Mariannenplatzes zu nutzen, ergab eine Bürger*innenbeteiligung, dass letztlich der Heinrichplatz ausgewählt wurde. Jetzt, endlich, am 21. August 2022 wurde die Benennung vollzogen. Nachdem zunächst einige Einwände bearbeitet werden mussten, die letztlich aber keine Wirkung zeigten, war es die Pandemie, die zu einer Verschiebung führte. Es war ein langer Weg seit der Einbringung meines Antrages in die Bezirksverordnetenversammlung im September 2017. Nicht zu verschweigen ist, dass auch massive Überzeugungsarbeit im politischen Raum stattgefunden hat.

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von Kerima Bouali

Nachverdichtung

Die Gesamtsituation berücksichtigen

Begrünter Innenhof in der Pintschstraße in Friedrichshain

Im Mai 2022 beschloss die BVV mehrheitlich mit den Stimmen der Fraktionen von Grünen, LINKEN und Der Partei eine Resolution für den Erhalt grüner Innenhöfe. Darin wird der politische Wille formuliert, diese wohnortnahen Grünräume weitestgehend zu schützen und – sofern baurechtlich zu zulässig – nicht für den Wohnungsbau zu nutzen. In der aktuellen Wohnungskrise werden begrünte Innenhöfe allzu schnell auf Flächenpotentiale für neuen Wohnraum reduziert, was vielfach Protest der Anwohner*innen hervorruft.

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von Erik Schliemann

Bericht von der BVV vom 31. August 2022

Die erste Bezirksverordnetenversammlung (BVV) nach der Sommerpause fand zum wiederholten Male in den Tagungsräumen des FMP1 am Franz-Mehring-Platz statt. Die Versammlung begann mit einem wenig erfreulichen Tagesordnungspunkt. Denn am selben Tag wurde bekannt, dass Hans-Christian Ströbele nach langer Krankheit verstorben war. Die Verordneten nahmen mit einer Schweigeminute Abschied von einer charismatischen Persönlichkeit unseres Bezirks und einer wichtigen mahnenden Stimme innerhalb der gesamten politischen Linken.

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Aktion zum Ende des 9-Euro-Tickets:

DIE LINKE kauft Gefängnisinsassen frei

Grafik: www.freiheitsfonds.de

Zum Auslaufen des 9-Euro-Tickets Ende August unterstützen wir Menschen, die wegen Fahrens ohne Fahrschein eine Haftstrafe absitzen müssen. Die Verordneten der Fraktion spenden dafür insgesamt 750 Euro an den Freiheitsfonds, der deutschlandweit Menschen aus dem Gefängnis befreit, die wegen „Fahren ohne Fahrschein“ hinter Gittern sind. Die Fraktion möchte das Geld aus der monatlichen Fahrkostenpauschale, die auch während der drei Monate des 9-Euro-Tickets unverändert ausbezahlt wurde, an Menschen weitergeben, die wegen Schwarzfahrens und Armut im Gefängnis sitzen.

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Erik Schliemann

Bericht von der BVV vom 29. Juni 2022

Nach zahlreichen digitalen Sitzungen traf sich die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Friedrichshain-Kreuzberg endlich wieder in Präsenz. Allerdings nicht wie gewohnt im Rathaus Kreuzberg, sondern in einer großen Halle des RAW-Gelände – so konnten die notwendigen Hygieneschutzmaßnahmen eingehalten werden. Es war spürbar, dass die Präsenzsitzung der Lebendigkeit der politischen Debatten gut tat. Für einige Verordnete war es nach über einem halben Jahr im Amt sogar die erste Rede im Plenum vor Publikum.

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von René Jokisch

Verkehr: Linke Erfolge bei „Kiezblocks für alle“ und neue Herausforderungen

DIE LINKE hat seit Jahren dazu beigetragen, dass unser Bezirk für viele Menschen als Vorbild, als Experimentierfeld und für manche auch als Feindbild in der Verkehrspolitik gilt. Zusammen mit der Koalition auf Landesebene konnte der Bezirk viel dafür tun, dass Fuß- und Radverkehr mehr Raum und mehr Sicherheit bekommen. Die Planung und Umsetzung neuer Verkehrspolitik ist jedoch immer wieder Gegenstand heißer Diskussionen, zwischen den Parteien und auch zwischen den Menschen im Bezirk. Immer wieder müssen wir dagegen ankämpfen, dass berechtigte Kritik an der konkreten Planung des grün geführten Bezirksamtes als rückwärtsgewandte Position gegen die Verkehrsberuhigung diffamiert wird - so wie es auch bei der Diskussion um die Kiezblocks geschieht.

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von Erik Schliemann

Bericht von der BVV vom 25. Mai 2022

In der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) vom 25. Mai 2022 tagten die Verordneten erneut digital. Bereits zur nächsten BVV-Sitzung könnte sich das allerdings ändern. Schon länger kritisiert unsere Fraktion, dass die rot-grüne Mehrheit in der BVV Friedrichshain-Kreuzberg das Argument einer pandemischen Notlage ausnutzt, um digitale Sitzungen weiterhin zu legitimieren. Für die Fraktion DIE LINKE ist das nicht zu rechtfertigen, wenn zugleich die meisten Menschen wieder in die Normalität zurückkehren und auf Arbeit oder im überfüllten ÖPNV zahlreichen Kontakten ausgesetzt sind. Entsprechend brachten wir für diese Sitzung einen Antrag ein, der das Bezirksamt und den BVV-Vorsteher auffordert, dafür zu sorgen, dass die BVV und ihre Ausschüsse zeitnah wieder in Präsenz tagen können.

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DIE LINKE verurteilt den türkischen Luftangriff auf die Partnerstadt Dêrik

Bild der zerstörten Elektrizitätsstation von Behaa Mahmoud

Am Abend des 1. Februar 2022 flog die türkische Luftwaffe einen Angriff auf eine Elektrizitätsstation, die Dêrik, eine Partnerstadt von Friedrichshain-Kreuzberg in Nordostsyrien, mit Strom versorgt. Dazu erklären Oliver Nöll, stellvertretender Bezirksbürgermeister, und René Jokisch, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE:

„Wir sprechen den drei bei dem Angriff verletzten Menschen aus Dêrik unser Beileid aus. Wir verurteilen den militärischen Angriff auf zivile Infrastruktur und weisen darauf hin, dass dieser Angriff im Kontext mit weiteren türkischen Angriffen auf Flüchtlingslager im Nordirak und in Nordwestsyrien steht. Die Türkei muss endlich aufhören, den Konflikt in Syrien zu befeuern und dem Islamischen Staat Schützenhilfe zu geben.

Wir erinnern daran, dass in den Tagen davor 121 Menschen starben, als sie den Ausbruchsversuch von 5000 inhaftierten IS-Kämpfern aus einem Gefängnis in Hasaka verhinderten. Fünf der Gefallenen stammen aus Dêrik. Wir gedenken ihnen in Trauer und erklären unsere Solidarität mit den Bewohnern von Dêrik."

Wahl unserer Mitglieder des Bezirksamts

In der Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg am 06. Dezember 2021 wurden unsere beiden Fraktionsmitglieder Regine Sommer-Wetter (vorne Mitte) mit 65,39% zur Bezirksstadträtin für Jugend, Familie und Gesundheit sowie Oliver Nöll (hinten links) mit 73,08% zum stellvertretenden Bürgermeister und Bezirksstadtrat für den Bereich Arbeit, Bürgerdienste und Soziales gewählt.

Wir gratulieren beiden ganz herzlich zu ihrer Wahl!!!

Neuer Fraktionsvorstand gewählt

Wir gratulieren unseren neuen Fraktionsvorsitzenden Katja Jösting (links) und René Jokisch (rechts) sowie unseren neuen stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Ulrike Juda (Mitte) und Janis Ehling (leider krank) zur Wahl am 15. November 2021!

Mit einem starken Votum von 87,9 Prozent bzw. 84,9 Prozent wurden am 9. November auf der Hauptversammlung von DIE LINKE. Friedrichshain-Kreuzberg Regine Sommer-Wetter und Oliver Nöll als Stadträtin bzw. Stadtrat für das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg nominiert!

Konstituierung der Bezirksverordnetenversammlung am 4. November

Die Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg konstituierte sich am 4. November 2021. Wir stellen nun mit Moheb Shafaqyar den stellvertretenden BVV-Vosteher und mit Ulrike Juda eine der Schriftführer*innen. Unsere Stadträt*innen wurden bei dieser Sitzung noch nicht aufgestellt. Danach stieß die Fraktion in geselliger Runde auf ihre offizielle Gründung an.

 

Heute sind die Mitglieder der alten und der neuen Fraktion und unsere Bezirksvorsitzenden gemeinsam auf Klausurtagung, um sich kennenzulernen, Wissenstransfer zu betreiben und sich auf die Arbeit in der BVV vorzubereiten. V.l.n.r.: Unser Bezirksvorsitzender Pascal Meiser; Elke Dangeleit; Moheb Shafaqyar; Claudia Richter; Gaby Gottwald; Janis Ehling; Kerima Bouali; Susanne Kustak; Regine Sommer-Wetter; Lothar Jöstig-Schüßler; Katja Jösting; Kolja Fuchslocher; René Jokisch; unser Fraktionsgeschäftsführer Sebastian Dieke; unsere Bezirksvorsitzende Kerstin Wolter; Jörn Rieken und Karolin Behlert. Eine kompetente und hoch motivierte Runde!

Bezirkszeitung klar.links

Ausgabe November/Dezember 2022
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