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Resolution beschlossen | DS/0405/VI

Solidarität mit den Frauen und der Freiheitsbewegung im Iran!

Initiatorin: Elke Dangeleit

 

 Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen: 

Die mutmaßliche Ermordung der iranischen Kurdin Jina Amini durch Irans Sittenwächter hat in großen Teilen der iranischen Bevölkerung Empörung ausgelöst. Masha Amini, so ihr iranischer Name, weil ihr kurdischer Name verboten war, starb, weil sie den Hijab nicht ordnungsgemäß trug. Am Sonntag wurde zudem eine 22-jährige Frau, die im Internet Tanzvideos veröffentlichte, mit 6 Schüssen von der Sitten-polizei auf offener Straße erschossen. 

Bei den gegenwärtigen Protesten geht es nicht nur um staatlich verordnete strenge Kopftuchregeln, sondern es ist auch ein Aufbegehren gegen die systematische Unterdrückung der Frauen im Iran. Auf den Straßen verbrennen Frauen ihre Kopftücher, schneiden sich öffentlich die Haare ab. Bei Demonst-rationen rufen sie die weltweite Parole der kurdischen Frauenbewegung: „Jin, Jiyan, Azadî“: Frau, Le-ben, Freiheit. Der mutige Protest richtet sich gegen ein totalitäres, islamistisches Regime, in der das Scharia-Recht gilt, in der Frauen gesteinigt werden. Sich für Gleichberechtigung und die politische und religiöse Freiheit im Iran einzusetzen, ist lebensgefährlich. 

Seit Tagen protestieren Frauen europaweit in Städten wie Basel, London, Brüssel. Auch in Deutschland gibt es immer wieder Kundgebungen wie in Duisburg, Darmstadt, Düsseldorf, München, Hamburg, Ber-lin. Auch in unserem Bezirk gab es letzte Woche eine Kundgebung am Kottbusser Tor. 

Auch in unserem multikulturellen Bezirk leben Frauen mit ihren Familien aus den verschiedenen Teilen des Irans – viele sind schon vor Jahren vor dem islamistischen Regime geflohen. Einige werden jetzt um ihre im Iran lebenden Familienangehörigen bangen, die sich an den Protesten beteiligen. Ihnen und allen mutigen Frauen und Unterstützer*innen im Kampf gegen den Kopftuchzwang und für Freiheit gilt unsere Solidarität. 

Frauenrechte sind Menschenrechte – überall! 

 

Drucksache beim Bezirksamt