Prioritäten richtig setzen: Keine Olympia-Bewerbung - Investitionen sofort in den Breitensport und die Schulsanierung lenken

Initiatorin: Fraktion Die Linke

zur BVV am 25.03.2026

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht,

  1. sich gegenüber dem Senat von Berlin sowie auf allen politischen Ebenen nachdrücklich dafür einzusetzen, die Bewerbung Berlins für die Olympischen und Paralympischen Spiele nicht weiterzuverfolgen und zurückzuziehen.
  2. sich präventiv dagegen auszusprechen, dass bezirkliche Sportstätten, Grünflächen und öffentliche Plätze für olympische Wettbewerbe, als Fanzonen oder Logistikflächen zweckentfremdet oder durch temporäre Aufbauten blockiert werden.
  3. sich beim Senat dafür einzusetzen, dass sämtliche für die Bewerbung und Durchführung der Spiele vorgemerkten Finanzmittel umgewidmet und direkt an die Bezirke weitergeleitet werden, um die Sanierung und den Neubau von Sportstätten für den Breiten-, Vereins- und Schulsport zu finanzieren.

 

Begründung:

Berlin steckt in einer tiefen Haushaltskrise. Es fehlt Geld für Schulsanierungen, funktionierende Bürgerämter und vor allem für die Instandhaltung der bezirklichen Sportinfrastruktur. Eine Bewerbung für Olympische Spiele bindet finanzielle und personelle Ressourcen, die Friedrichshain-Kreuzberg dringend für die Daseinsvorsorge benötigt.

Großevents wie Olympia führen erfahrungsgemäß zu Kostenexplosionen und hinterlassen oft "Weiße Elefanten". Die Mehrheit der Menschen in unserem Bezirk profitiert nicht von einem zweiwöchigen Event und teuren Tickets, sondern von sanierten Turnhallen, nutzbaren Sportplätzen und geförderten Vereinen im Kiez.

Der Bezirk lehnt es ab, wichtige lokale Infrastruktur und Erholungsflächen für Jahre in Baustellen oder Sperrzonen zu verwandeln, während der Breitensport auf der Strecke bleibt.