Pilotprojekt für Sprühnebelanlagen an hitzebelasteten Plätzen
zur BVV am 16.07.2025
Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:
Das Bezirksamt wird beauftragt:
- Ein Konzept inklusive einer Kostenschätzung für mehrere mobile Sprühnebelanlagen an hitzebelasteten öffentlichen Plätzen und Grünanlagen im Bezirk zu erstellen und dieses der BVV bis 01. September 2025 vorzulegen und gegebenenfalls im kommenden Sommer 2026 durchzuführen.
- Die Wirksamkeit und Akzeptanz dieser Anlagen im Rahmen des Pilotprojekts zu evaluieren und einer möglichen Verstetigung bzw. Ausweitung bei erfolgreichem Verlauf zu prüfen.
- Der BVV über die Ergebnisse im folgenden Winter 2026 über das Pilotprojekt zu berichten.
Begründung:
Die Hitzebelastung in Friedrichshain-Kreuzberg ist berlinweit am höchsten. (https://www.morgenpost.de/berlin/article409242075/hitze-check-welche-bezirke-im-sommer-besonders-heiss-sind.html)
In mehreren europäischen Großstädten, die – ähnlich wie Berlin – zunehmend unter sommerlicher Hitze und versiegelten Flächen leiden, sind Sprühnebelanlagen längst ein fester Bestandteil städtischer Hitzeschutzkonzepte. Auch im benachbarten Bezirk Tempelhof-Schöneberg wurde im vergangenen Jahr ein entsprechender Antrag eingebracht.
Gerade auf stark versiegelten Plätzen können solche Anlagen die gefühlte Temperatur spürbar senken und den öffentlichen Raum auch an heißen Tagen wieder nutzbar und einladend machen.
Dank ihrer vergleichsweise einfachen und kostengünstigen Installation sowie dem geringen Wasserverbrauch bieten Sprühnebelanlagen eine wirkungsvolle Möglichkeit, die Aufenthaltsqualität im Bezirk kurzfristig zu verbessern – insbesondere für hitzeempfindliche Bevölkerungsgruppen wie Kinder, Senior*innen oder Menschen mit Vorerkrankungen.
