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Für einen sicheren Bezirk für alle! Solidarität mit der queeren Community - Homophober Gewalt im Volkspark Friedrichshain und im gesamten Bezirk entschieden entgegentreten

Initiator: René Pérez Domínguez

zur BVV am 15.10.2025

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Die Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg stellt sich gegen den aktuellen queerpolitischen Rollback und verurteilt die damit beförderte weitere Zunahme von homophober und transphober Gewalt, ebenso wie den Anstieg politisch motivierter frauenfeindlicher Straftaten und der Gewalt gegen Frauen und Mädchen.

Wir verurteilen insbesondere den organisierten, bandenartigen und zielgerichteten Angriff auf schwule und bisexuelle Männer in der Cruising Area am Volkspark am 11. August 2025, der aufgrund der Umzäunung des Areals eine gezielten Hetzjagd ermöglichte. Die Tätergruppe drang gezielt in den Bereich ein, um die anwesenden Personen, zu bedrohen, zu beschimpften, zu filmen und zu jagen. Dabei wurden teils schwere körperliche Verletzungen verübt und Menschen ausgeraubt.

Der Vorfall ist nicht die einzige aktuelle Tat mit queerfeindlichem Hintergrund im Volksparkt Friedrichshain. Nach Polizeiangaben hat es allein im August drei weitere angezeigte Fälle wegen Beleidigung, gefährlicher Körperverletzung, Raub und Bedrohung gegeben: am 2. August, 5. August und 26. August.

Die Taten haben in der queeren Community tiefe Verunsicherung und Angst ausgelöst. Viele Menschen fühlen sich in ihrem eigenen Bezirk, der traditionell für Offenheit und Toleranz steht, nicht mehr sicher. Dieses Klima der Angst ist unerträglich und erfordert ein entschlossenes und eindeutiges Zeichen und Handeln aller demokratischen Kräfte.

Unser Bezirk steht historisch und gegenwärtig für Vielfalt, Selbstbestimmung und solidarisches Miteinander. Homophobie, Queerfeindlichkeit und jegliche Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit haben hier keinen Platz. Wir stellen uns entschieden gegen alle Versuche, diesen Geist zu brechen.

Die Bezirksverordnetenversammlung erklärt ihre uneingeschränkte Solidarität mit allen von homophober und queerfeindlicher Gewalt Betroffenen. Sie wird sich weiterhin mit aller Entschlossenheit für einen Bezirk einsetzen, in dem alle Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität frei und ohne Angst leben und lieben können.

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