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Fraktionsmitglied auf Delegationsreise nach Dêrik (Nordsyrien)

Vom 15. Oktober bis 31. Oktober besuchte eine Delegation des Städtepartnerschaftsvereins Freidrichshain-Kreuzberg die Stadt Dêrik in Nordsyrien. 

Eine Ihrer Aufgaben war es, zur Vorbereitung einer offiziellen Städtepartnerschaft zwischen dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und der Stadt Dêrik erste direkte Kontakte mit der Stadtverwaltung und den zivilgesellschaftlichen Institutionen zu knüpfen.

Darüber hinaus sollte ein erstes gemeinsames ökologisches Begrünungs-Projekt in Dêrik mit den Akteur*innen vor Ort vorbereitet und Eindrücke und Informationen über die Region gesammelt werden.

Die Delegation mit der Bezirksverordneten Elke Dangeleit, dem Politologen Dr. Hans Günter Kleff und dem Filmemacher Ekrem Heydo, der aus Nordsyrien stammt, ist inzwischen zurückgekehrt und konnte persönliche Kontakte zu der Bürgermeisterin und dem Bürgermeister knüpfen. Von der Stadtverwaltung von Dêrik und dem Städtepartnerschaftsverein wurde ein Partnerschaftsvertrag unterzeichnet, der die Zusammenarbeit zwischen Verein und Stadtverwaltung regelt. Die Delegationsteilnehmer*innen konnten viele Projekte kennenlernen, in den basisdemokratischen Strukturen engagierte Menschen treffen und sich ein Bild von der Lage vor Ort machen.

Der Verein stellte in der Informationsveranstaltung am 16. November den zahlreich erschienenen Gästen erste Eindrücke und Informationen von der Reise vor. 

Unser Fraktionsmitglied Elke Dangeleit und Dr. Hans Günter Kleff berichteten via Fotopräsentation über ihre Erfahrungen und Beobachtungen und standen anschließend für Fragen zur Verfügung. Sie erläutert:

Insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Bedrohung, der Angriffe durch das türkische Militär auf Gebiete der demokratischen Föderation Nordsyrien betrachten wir es als Verein als eine vordringliche Aufgabe, die Öffentlichkeit über das alltägliche Leben, die Ängste und Sorgen, aber auch über die Errungenschaften der Menschen in und um Dêrik zu informieren. Darüber hinaus entwickeln wir gemeinsame Projekte und versuchen Hilfe zu leisten. Ein erstes kleines Projekt wird unsere Weihnachts-Spendenaktion für eine Nähwerkstatt im Newroz-Camp nahe Dêrik sein.

Die Delegation besuchte unter anderem das Flüchtlingscamp ‚Newroz‘ in der unmittelbaren Nachbarschaft von Dêrik. In dem Flüchtlingscamp wohnen noch ca. 1500 Ezid*innen aus dem Shengalgebiet im Nordirak. 2014 überfiel der sogen. ‚Islamische Staat‘ (IS) das Shengalgebiet und ermordete zigtausende Eziden, verschleppte und versklavte tausende Frauen und Kinder. Mitglieder der kurdischen Selbstverteidigungseinheiten YPG/YPJ aus Nordsyrien und Kämpfer der HPG konnten damals einen Fluchtkorridor für Tausende Eziden nach Nordsyrien in das Gebiet der ‚demokratischen Selbstverwaltung Nordsyrien‘ schaffen. Viele Familien sind inzwischen in das Shengalgebiet zurückgekehrt und versuchen ihre Häuser wieder aufzubauen, bzw. pendeln zwischen dem Camp und ihrer Heimat. Die ezidischen Familien, die jetzt noch in dem Camp wohnen, haben alles verloren, weil deren Dörfer vom IS komplett zerstört wurden. 

Spendenaufruf für eine Nähwerkstatt

Die Leitung des Camps trug den Wunsch an uns heran, sie bei der Errichtung einer Nähwerkstatt für Frauen zu unterstützen. Das Camp wird von der demokratischen Kantonsverwaltung in Qamishlo zwar mit dem Nötigsten versorgt, aber es fehlt an Beschäftigungsmöglichkeiten für die traumatisierten Frauen. Eine Form der Trauma-Bewältigung sei es, Beschäftigungsmöglichkeiten für die Bewohner zu schaffen, berichten uns die Leiter*innen des Camps. Dafür fehle es aber an finanziellen Mitteln. 

Unsere Idee:
Wir möchten den Wunsch einer Nähwerkstatt gerne erfüllen und bitten um Ihre Spende!

Unser Ziel: 
Zu Weihnachten möchten wir dem Camp 2000€ überreichen, damit sie Nähmaschinen und benötigte Materialien davon kaufen können.

Bankverbindung: Städtepartnerschaft Friedrichshain-Kreuzberg – Dêrik e.V 
GLS Bank IBAN: DE54 4306 0967 1225 6804 00 BIC: GENODEM1GLS
-------------Kennwort: Nähwerkstatt----------------- 

Spenden an unseren Verein sind steuerlich absetzbar. Sie erhalten eine Spendenbestätigung, wenn Sie auf der Überweisung ihre Adresse vermerken.

Das war #unteilbar am 13.10.2018!

  • Foto: Martin Richter

  • Foto: Martin Richter

  • Foto: Martin Richter

  • Foto: Martin Richter

Die Linksfraktion Friedrichshain-Kreuzberg ruft zur Teilnahme an der #unteilbar-Demonstration am 13. Oktober auf

Hinein in den LINKE-Block! 

DIE LINKE wird einen eigenen Lautsprecherwagen mit Programm haben. Wir wollen mit einem großen, sicht- und hörbaren Block auf der Demo präsent sein. Reiht euch deshalb hinter unserem großen Fronttransparent ein. Bringt eure Fahnen und Schilder mit. Wir treffen uns auf der Alexanderstr., zu erkennen an dem großen LINKE-Luftballon. Weitere Infos unter https://www.facebook.com/events/248264719365352/. Das Bündnis rechnet mit einer großen Teilnehmer*innenzahl, bisher sind über 30 Lautsprecherwägen und noch mehr Blöcke angemeldet. Es wird ein buntes Programm sowohl beim Auftakt als auch beim Abschluss geben. Die Auftaktkundgebung findet auf der Alexanderstr. / Otto-Braun-Str. statt (Straße nördlich vom Alexanderplatz). Die Kundgebung beginnt um 12.00 Uhr. Anschließend zieht der Demozug über die Grunerstr. – Leipziger Str. – Eberstr. – Str. des 17. Juni bis zur Siegessäule. Die Abschlusskundgebung findet vor der Siegessäule statt. Die Hauptkundgebungszeit ist von 16.00 – 19.00 Uhr, das Programm wird danach noch mit viel Live Musik bis 22.00 Uhr weiterlaufen. Auf der Abschlusskundgebung sind wir mit einem eigenen Infostand vertreten. Es wird Info- Essens- und Getränkestände geben.

Die BVV kämpft für Wohnungen, nicht dagegen!

Stellungnahme zum ehemaligen Postscheckamt

Die Fraktionen B90/Grüne, Die Linke und SPD weisen den Vorwurf der CG-Gruppe zurück, dass sie den Bau von neuen Wohnungen blockieren. Das Gegenteil ist der Fall. Seit die Debatte um die Neubebauung des ehemaligen Postscheckareals begonnen hat, setzen die drei Fraktionen sich dafür ein, dass möglichst viele bezahlbare Wohnungen auf dem Gelände entstehen.

Als Bezirksverordnete haben wir das Gemeinwohl im Blick und kämpfen dabei für dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum. Christoph Gröners Ziel ist es, eine hohe Rendite zu machen. Wir lassen uns nicht von einem Immobilienhändler diktieren, zu welchen Konditionen wir ihm Baurecht einräumen, um ihm damit Millionengewinne zu sichern. Das sollte Herr Gröner einsehen. Wenn er weiter die Konfrontation sucht, statt mit dem Bezirk und seinen Bewohnern nach Kompromissen zu suchen, schießt er ein Eigentor.

Die CG-Gruppe hat Anfang 2018 die ganze Debatte auf den Kopf gestellt, indem sie plötzlich mehr Gewerbe und weniger Wohnungen bauen wollte. Statt 70 Prozent der Geschossfläche für Wohnen und 30 Prozent für Gewerbe vorzusehen, wurde plötzlich eine 50:50-Lösung vorgeschlagen – womit auch bereits zugesagte „preisgedämpfte“ Wohnungen entfallen wären. Diese Kehrtwende war aus Sicht der meisten Bezirksverordneten inakzeptabel. Der Planungsprozess wurde mit diesem Manöver der CG-Gruppe unnötig in die Länge gezogen.