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Antrag DS/1554/V

Jugendzentrum Potse erhalten, Übergangslösung in Kreuzberg finden

Initiatorin: Kolja Fuchslocher

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Wir fordern das Bezirksamt auf:

  1. in Kooperation mit dem zuständigen Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg den Jugendlichen Ersatzangebote in passenden Räumlichkeiten in unserem Bezirk zur Verfügung zu stellen, bis eine Lösung in Tempelhof-Schöneberg gefunden ist, um die erfolgreiche Arbeit des Jugendzentrums mit all seinen Angeboten möglichst lückenlos fortzuführen.
  2. in Friedrichshain-Kreuzberg nach passenden Räumlichkeiten für den Potse e.V. für eine gegebenenfalls notwendige Übergangszeit zu suchen. Der Senat soll aufgefordert werden, das Bezirksamt bei der Suche nach Räumen für eine Übergangslösung zu unterstützen.

 

Begründung:

Mit der aktuell drohenden Räumung der Besetzer*innen des Jugendzentrum Potse e.V. droht das Ende einer bald 50-jährigen erfolgreichen Jugendarbeit in unserem benachbartem Stadtbezirk Tempelhof-Schöneberg. Die Geschichte der alternativen selbstverwalteten Jugendarbeit und des Jugendzentrums in der Potsdamer Straße mit den Angeboten Drugstore, Potse sowie den Proberäumen ist auch strukturell eng mit unserem Bezirk verbunden. Die Angebote werden seit Jahrzehnten auf Grund ihrer einmaligen Struktur von Jugendlichen aus unserem Bezirk in Anspruch genommen.

Dem zuständigen Bezirk Tempelhof-Schöneberg ist es bislang nicht gelungen, den jugendlichen Nutzer*innen von Potse, Drugstore sowie den damit verbundenen Proberäumen adäquate Räumlichkeiten im Bezirk anzubieten. Die Jugendlichen bekommen damit auch die Fehler der Liegenschaftspolitik des Senates aus den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts zu spüren.

Das Drugstore soll perspektivisch Räumlichkeiten in der Nähe in der Potsdamer Straße erhalten, aber eine Eröffnung der im Bau befindliche Räume ist noch nicht terminiert. Es wurden zwar Proberäume für jungen Menschen gefunden, die allerdings weit außerhalb ihrer Lebensräume liegen und nur vereinzelt wahrgenommen werden.

Aber für die Angebote des Potse e.V. zeichnen sich keine Lösungen ab. Mit der drohenden Räumung der Potse werden nun die letzten Angebote der alternativen Jugendarbeit in der Potsdamer Straße zerschlagen. Die Jugendlichen würden ihre Anlaufstellen und Treffpunkte verlieren. Bis zur Eröffnung des neuen Drugstore existieren keine alternativen Angebote, die Nutzer*innen der Potse gehen nach Stand der Dinge auch perspektivisch leer aus. Davon sind auch Jugendliche aus unserem Bezirk betroffen.

Ein Fehlen der Angebote wird sich auch auf unseren Bezirk, wie die gesamte Stadt auswirken. Wir rufen daher dazu auf, die Jugendlichen und den Träger bei der Suche nach Lösungen zu unterstützen.

 

BVV 29.01.2020

Die Bezirksverordnetenversammlung beschließt:

Überweisung:

Jugendhilfeausschuss

Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Verkehr und Immobilien

Ausschuss für Personal, Haushalt, Investitionen und Rechnungsprüfung (federführend)

 

JHA 18.02.2020

Der Antrag wird zurückgezogen.

Drucksache beim Bezirksamt
 


Bezirkszeitung

klar.links - Ausgabe Juli/August 2020