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Mündliche Anfrage DS/1905/V

Kontaktverfolgung

Initiatorin: Katja Jösting

Ich frage das Bezirksamt:

1.)    Bei wie vielen Personen, die aktuell nachweislich mit dem Corona-Virus in Friedrichshain-Kreuzberg infiziert und dem Gesundheitsamt bekannt sind, ist bekannt, wo sich diejenigen infiziert haben?

2.)    Bei wie vielen Personen, die aktuell nachweislich mit dem Corona-Virus in Friedrichshain-Kreuzberg infiziert und dem Gesundheitsamt bekannt sind, ist bekannt, wer diejenigen angesteckt hat?

3.)    Bei wie viel Prozent der aktuell im Bezirk Infizierten ist eine Ansteckung im häuslichen Umfeld zweifelsfrei nachgewiesen?

 

Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin, Abt. Arbeit, Bürgerdienste, Gesundheit und Soziales, Stellvertretender Bezirksbürgermeister und Bezirksstadtrat

Ihre Anfrage beantworte ich wie folgt:

1. Bei wie vielen Personen, die aktuell nachweislich mit dem Corona-Virus in Friedrichshain-Kreuzberg infiziert und dem Gesundheitsamt bekannt sind, ist bekannt, wo sich diejenigen infiziert haben?

2. Bei wie vielen Personen, die aktuell nachweislich mit dem Corona-Virus in Friedrichshain-Kreuzberg infiziert und dem Gesundheitsamt bekannt sind, ist bekannt, wer diejenigen angesteckt hat?

Zu Frage 1 und 2: Zum 11.12.2021 geht das Gesundheitsamt von schätzungsweise 1107 aktiven Corona-Fällen im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg aus, als rechnerisches Ergebnis der Fallzahl gesamt abzüglich der Zahl der nach RKI-Richtlinien als genesen geltenden sowie der verstorbenen Menschen. Alle aktuellen Zahlen für Friedrichshain-Kreuzberg und Berlin können dem Corona-Lagebericht entnommen werden, hier: https://www.berlin.de/corona/lagebericht/

Im Lagebericht der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung heißt es für die Situation in Deutschland: „Die hohen bundesweiten Fallzahlen werden verursacht durch zumeist diffuse Geschehen, mit zahlreichen Häufungen in Haushalten, aber zunehmend auch in Gemeinschaftseinrichtungen und Alten- und Pflegeheimen sowie in beruflichen Settings und ausgehend von religiösen Veranstaltungen. Für einen großen Anteil der Fälle kann das Infektionsumfeld nicht ermittelt werden.“

Bis auf die religiösen Veranstaltungen teilen wir diese Einschätzung auch für Friedrichshain-Kreuzberg. Insbesondere bei mehreren Fällen in Gemeinschaftseinrichtungen sowie von Familienmitgliedern des gleichen Haushalts gehen wir von einem kausalen Zusammenhang aus. Zweifelsfreie Rückschlüsse auf den Ort der Ansteckung oder die ansteckende Person lässt das jedoch nicht zu. Mutmaßungen werden nicht erfasst.

 

3. Bei wie viel Prozent der aktuell im Bezirk Infizierten ist eine Ansteckung im häuslichen Umfeld zweifelsfrei nachgewiesen?

Hierzu gibt es keine statistischen Erhebungen.

 

Mit freundlichen Grüßen
Knut Mildner- Spindler

Drucksache beim Bezirksamt
 


Bezirkszeitung

klar.links - Ausgabe Januar/Februar 2022
Lukas Klatte